Die größten Riftbound Turniere sind aktuell die „Regionals“, die alle 3-4 Wochen irgendwo auf der Welt stattfinden. Die nächsten erreichbaren sind Utrecht im Juni und Barcelona im August.
Roadmap: https://riftbound.leagueoflegends.com/en-us/news/announcements/2026-roadmap/
Wer sich auf ein Regional vorbereiten oder einfach motivieren lassen möchte, findet hier unsere Erfahrungen aus Lille.
Um was geht es?
Bis es eine WM oder ähnliches gibt, sind die Regionals also das Go-to für kompetitives Riftbound. Der Gewinner des Mainevent bekommt seine Legende (Irelia, Master Yi, etc.) in Form einer foil Metalplate (Karte aus Metall).

Es gibt dafür noch nicht wirklich einen Markt, aber man kann sich gut vorstellen, dass das begehrte Sammelobjekte werden. Interessanterweise bekommt allerdings nicht nur der Gewinner des Turniers so eine Karte, sondern alle Bestplatzierten ihrer jeweiligen Legende. D.h. wenn man bester Garen im Turnier wird, ist es egal ob man erster wurde oder nicht mal Tag zwei erreicht hat. Das sorgt für ein vielfältiges Meta und liefert nebenbei noch etwas Lore und Storytelling. Nice!
Um eine solche Karte zu gewinnen, muss man das Mainevent Samstags und Sonntags spielen. Die Tickets sind aber bisher nach Minuten ausverkauft, das muss man schon richtig wollen. Riot hat gerade Änderungen für dieses System announced, es wird bald auch kleinere Qualifier geben. Für alle, die es etwas entspannter angehen wollen, hat Riot aber ebenfalls vorgesorgt: non-foil Metalplates :D
Wenn man auf so ein Turnier fährt und nur Sideevents spielt, bekommt man als Preise Tickets. Diese Tickets kann man an einer Price Wall gegen Preise tauschen, begonnen mit einem Booster für ein Ticket. Je mehr Tickets, desto bessere Preise. Und ganz oben im Regal stehen – ihr ahnt es schon – non-foil Metalplates. Für insgesamt 40 Tickets bekommt man so ein edles Stück, wobei an jedem Regional über das ganze Wochenende hinweg pro Legende nur 35 Metalplatten verfügbar sind. Sind 35 einer Legende abgeholt, geht sie auf SOLD OUT.

Das führt dazu, dass die beliebtesten Legenden früher ausverkauft sind und mehr wert. Ahri ist aktuell die begehrteste Legende. In Lille war sie bereits am Freitagabend ausverkauft und wird auf Cardmarket derzeit für rund 4.000 € angeboten.
Die Sold-Out-Reihenfolge wurden im folgenden Youtube-Video analysiert und wie folgt beschrieben:
Erst Top Waifus (Ahri, Irelia), dann Hyper Metas (Kai’sa, Draven, Ezreal), dann A-Tier Waifus / Icons (Jinx, Lux, Teemo, etc.), dann Uggos / Off-Meta (Voli-Bear, Darius, Renata, etc.).
Weitere Infos zum System und wie man an diese Karten kommt findet ihr in diesem Video:
How to Score a Metal Legend: https://www.youtube.com/watch?v=E9vMx677j6E
Wie teilnehmen?
Wir sind mit insgesamt drei Teams aus Karlsruhe angereist. Team Jianna, Team Sascha und unserem Team, die Metalplattengrinder (Pavel, Phil, ich).
Anreisetag war bei uns schon am Donnerstag, weil man da pre-Check-in machen konnte und wir am Freitag direkt um 12 Uhr in die Halle wollten, um zu spielen. Team Metalplattengrinder hatte ein Hotel in Laufdistanz, was sehr angenehm war. Wir checkten am Donnerstagnachmittag kurz ein, gingen einen Burger essen und bereiteten uns im Hotel auf den ersten Tag vor. Das ging in etwa so:
Es gibt vor Ort ständig die Möglichkeit, on-demand Sideevents zu spielen. Sobald sich 8 Spieler finden, starten abwechselnd kleine 8-Spieler 2v2, 1v1 und „1v1 competitive“ Turniere. Gespielt werden 3 Runden best-of-one, ein Sieg wird mit je einem Ticket belohnt, außer beim 1v1 competitive, da bekommt nur der Sieger Tickets und es wird BO3 gespielt.
Neben diesen on-demand Turnieren veröffentlicht Riot allerdings auch einen Zeitplan mit größeren Sideevents, wie z.B. eine 1500-Spieler Nexus Night am Freitag, oder Sealed-Events und Drafts. Dafür muss man sich direkt bei Riot auf der Homepage anmelden. Mein Plan war freitags die Nexus-Night zu spielen, samstags das „Super Standard“, wo man direkt 18 Tickets bekommt, wenn man 4-2 oder besser geht, und sonntags mit dem Team ein „Team Sealed“, wo wir uns zu dritt aus 12 (15?) Boostern drei Decks bauen.
Nachdem wir uns für alles angemeldet hatten blieb nur noch eins zu tun: Das Deck für die constructed Turniere einzuloggen.
Deckauswahl und Ankunft
Meine Überlegung war folgende: Ich hatte kaum Spielpraxis und keine Ahnung, was die anderen Decks spielen würden, also brauche ich ein Deck, das hart verliert oder hart gewinnt: Aurora.

Habe ein bisschen Miss Fortune Aurora getestet, aber das Problem dabei ist, dass Gear-Removal dich vollkommen zerstört, weil man nur den einen Plan hat. Aus diesem Grund habe ich mich am Ende für Master Yi Aurora entschieden. Der Plan ist mit Karten wie Desert’s Call schon früh im Spiel mitzuspielen, um ins Late-Game zu kommen und dann auf die Aurora Engine umzusteigen.

Man hat die lilanen Such-Karten nicht, kann dabei aber im Early-Game etwas mitspielen.

Wir sind schon am Do. angereist, um uns beim Event einzuchecken und unsere Einlassbändchen abzuholen, damit wir am Freitag direkt um 12 Uhr Sideevents spielen können.
Als wir am Freitagmorgen ankamen, sah die Site so aus:

Wir hatten zum Glück die Premium-Version der Einlassbändchen und konnten einfach an der Schlange vorbeigehen. Ich war 30 Minuten später aber nochmal draußen, um mir die Schlange zu checken und sie war weg, d. h. Riot hat alle Spieler innerhalb von 30 Minuten eingecheckt (inkl. „Rucksack aufmachen“). Erstes Indiz dafür, dass diese Events gut geplant sind.
Drinnen angekommen gingen die positiven Eindrücke weiter. Es gab Garderobe, Banner, Cosplayer, ausgestelltes Merch, Händler, Casting-Area, eine „Kartenvorschau“ auf das Set Unleashed und jede Menge Tische.



Turnierbericht
Mein Plan war folgender:
-Freitag Sealed Deck Challenge
-Freitag Super Nexus Night
-Samstag Super Standard Turnier
-So. Team Trios Turnier
Turnier 1: on-demand 8-player Standard
Die Sealed Deck Challenge am Freitag ging erst um 15 Uhr los, daher hatte ich vorher Zeit für mein erstes on-demand Sideevent, das normale 8-player Constructed, 3 Runden BO1 mit 1 Ticket pro Win.
Los ging’s.. ich packe meinen Master Yi auf den Tisch und frage nochmal, in welcher Reihenfolge was vor dem Start gemacht wird. Da fragt mein Gegner mich: „we can sideboard, right?“. Also kurz Judge gerufen und der bestätigte, bei offiziellen BO1 wird die Legende präsentiert und dann dürfen alle Spieler pre-Sideboarden. Das Turnier verlief dann so, dass ich die ersten beiden Games gegen Sideboardkarten (Akshan klaut einfach deine Aurora) verloren habe, aber Game 3 konnte ich dann endlich einmal mit Aurora gewinnen.

Game 2 war sogar gegen meinen Teamkollegen Filip mit Lucian. Filip hat mir am Abend dann noch erzählt, sie haben mich mittags angerufen und sich Sorgen gemacht, weil ich nach dem Turnier so devastated aussah und sie mich 4 Stunden nicht gesehen haben.
Aber ich war nur kurz devastated, danach war ich am Nachdenken, weil mir klar wurde, dass man Master Yi Aurora hier nicht spielen konnte. Also hieß es: Adaptieren oder verlieren. In der Not fiel mir folgender Plan ein: Ich spiele einfach die Legende mit denselben Farben (Lee Sin), präsentiere die, die Leute sideboarden nicht und wenn die Aurora kommt, bleibt sie liegen. Gesagt, getan: Ich bin zum Händler, habe mir für einen Euro einen Lee Sin gekauft und fertig war mein neues Deck: Hidden Aurora :D Später hat sich zwar gezeigt, dass spätestens in der dritten Runde alle am Tisch wissen, dass ich Aurora spiele und der Plan nur so meh ist, aber alles in allem hat er sich gelohnt und ich hatte eine Menge Spaß mit den Reaktionen der Gegner.
Turnier 2: Sealed Deck Challenge (Freitag)
Aufgrund meiner Magic-Erfahrung im Limited spielen erhoffte ich mir von den limited Events die meisten Tickets. Ich öffnete Jax mit guten Equipments und das erste Deck baute sich fast von allein.

Spiel 1 und Spiel 2 konnte ich damit gewinnen (+4 Tickets), aber in der dritten und letzten Runde präsentierte mir mein Gegner einen Draven.

Das Problem an den Turnieren war, dass keine Decklisten benutzt wurden, d.h. man konnte sich ohne Probleme eine beliebige Anzahl an starken Karten aus seinem Ordner in sein Deck cheaten. Das Einzige, was daran hinderte, war die eigene Ehrlichkeit. Und da es um wertvolle Tickets ging, kann man sich denken, dass das nicht bei 100 % der Leuten greift. Jedenfalls hatten wir schon im Voraus gesagt, dass die Cheater wohl alle Draven spielen werden, weil seine Legend-Ability im Limited absolut broken ist.
Ich hielt eine gute Hand gegen den Draven, aber schon nach wenigen Zügen wurde klar, dass er nicht nur Draven hatte, sondern gefühlt jede starke Limited-Karte des Sets: B.F. Sword, Guardian Angel und vieles mehr. Das Deck wirkte eher wie eine Wunschliste als wie ein Sealed Pool. Ich habe das Spiel verloren und nachdem wir uns die Hand gegeben haben, sagte ich zu ihm: „I don’t believe that you opened this“. Jetzt ist die Frage: Wie würde ein Cheater auf diese Frage antworten, wie ein ehrlicher Spieler? Er meinte darauf nur „jeah, it’s crazy, right?“. Ich habe dann noch gesagt, „I don’t mean I can’t believe you opened this, I said I don’t believe it”, aber auch da hat er so getan als hätte er mich nicht verstanden und abgelenkt. Mittlerweile kam noch mein Teammate Filip an den Tisch und ich habe meinen Gegner während des Zusammenpackens noch gefragt: „Which game did you play before Riftbound“. Er antwortete: „Yu-Gi-Oh“. Lesson learned :D
Turnier 3: Super Nexus Night (Freitag)
Ich muss sagen, der Plan ging auf und wir haben noch viel beim Nachbesprechen der Games gelacht :D Keiner meiner Gegner hat gegen mich gesideboarded. Ich konnte Game 1 gewinnen, habe dann aber Game 2 gegen einen professionellen Pokémon-Spieler aus London mit einem guten Viktor Deck verloren. Damit stand ich 1-1, als es in das letzte Game des Abends ging: Irelia. Bisher waren alle meine Gegner Main-Event-Spieler (erkannte man am Competitor-Badge um den Hals) und auch Spiel 3 war keine Ausnahme. Ich präsentierte meinen Lee Sin und er nur so „Lee Sin?“ (er realisiert ich spiele for fun) „I think I don’t sideboard at all” – lol. Das Game war am Ende episch, ihr hättet sein Gesicht sehen sollen als ich Catalyst Stone gelegt habe :D aber am Ende wurde mir ein Fehler zum Verhängnis. Und zwar bin ich mit zwei Mountain-Drakes angereist, habe aber dann Do. abends noch einen aus dem Deck genommen. Und beim pre-Sideboarden für das Game 3 hier, habe ich einen Mountaindrake rausgeboarded, ohne zu wissen, dass ich damit 0 im Deck hatte. Ich hatte dann irgendwann meine Aurora und alle meine Units auf dem Tisch, was aber nicht gereicht hat und als meine Aurora nichts mehr fand, habe ich das Game langsam verloren. Deswegen spielt man in der lilanen Aurora-Variante die Schaufel:

Alles in allem war ich vom Spaß- und Erfahrungsfaktor her mit dem Tag zufrieden, allerdings war mir die Lust auf Constructed mit dem Hidden-Aurora Deck vergangen. Zumal auch das große Standard Turnier am Samstag BO3, also mit Sideboarden, war. Ich habe mich dann abends noch vom Turnier abgemeldet und mich für eine Draft-Challenge und eine Sealed-Deck Challenge angemeldet. Außerdem konnten wir bereits am Abend durch Zusammenlegen mit Jianan (Kollege aus Karlsruhe), bereits unsere erste Metalplate abholen. Ahri und Co. waren zwar schon ausverkauft, aber es gab noch den OG und damit wurde unsere erste Metalplate ein Teemo 😊
Turnier 4: Draft Challenge (Samstag)
Wie gesagt, beim Draften und Sealed Deck konnte ich auf meine Magic-Erfahrung zurückgreifen und die Gespräche mit meinen Gegnern während des Turniers bestätigten meine Vermutung: Die konnten alle viel besser Riftbound spielen als ich, aber nicht draften.
Pick 1 hatte ich die Chance, einen Jax zu nehmen, ich dachte mir aber, falls die Leute gut sind wird Equipment sehr hoch gepickt und vllt. ist es besser nicht darum zu streiten. Deswegen habe ich Pick 2 Lucian genommen. Am Ende war das ein Fehler, aber das Deck war trotzdem solide:

Game 1 spielte ich gegen einen extrem lustigen, französisch-englisch sprechenden Asiaten, der jede Decision ernst nahm und wir benötigten für Game 1 über 50 Minuten. Ich konnte am Ende knapp gewinnen und wir starteten Game 2. Als es zum Timeout kam, stand es bereits sehr gut für mich und im zweiten von drei Extrazügen tankte mein Gegner beim Stand von 6:4 für mich noch einmal richtig lange. Mittlerweile waren schon Judges um den Tisch versammelt, weil alle auf unser Ergebnis warteten, aber Kollege Gegner war davon sichtlich unbeeindruckt. Ich meinte dann irgendwann: „it’s 6:4, you need to score four points and this is your last turn” und die Judges forderten ihn auf etwas zu tun, aber er tankte einfach weiter :D
Nach nochmal 1-2 Minuten Nachdenken kam er aber dann doch zum Schluss, dass er verloren hat. Allerdings zeigte er uns einen Draven auf seiner Hand, technically sind damit drei oder vier Punkte möglich.. Nochmal Glück gehabt 😊
Game 2 spielte ich wieder gegen einen sehr guten Franzosen, der sein Deck um den Wachhund herum gebaut hatte:

Die Spiele waren alle sehr ausgeglichen, ich konnte am Ende aber durch bessere Units und mehr Runen gewinnen. Dabei wurde mir klar, dass ein Riftbound-Spiel einige wiederkehrende Strukturen aufweist. Man hat Aufbauzüge, in denen man sein Board entwickelt, und Angriffs-, bzw. Verteidigungszüge, in denen man Punkte holt oder verhindert. Wenn man Aufbau- und Angriff/Verteidigung im selben Zug spielt, dann hat man keine Runen, um im Combat seine Buffs und Combatspells zu spielen. Immer dann, wenn man seine Runen weder zum Aufbau seines Boards oder im Kampf nutzt, verliert man Tempo. D. h. eine gute Basis-Strategie ist, in seinem Zug zu schauen, ob der Gegner Runen offen hat oder nicht. Hat er viele Runen offen, sollte man sich überlegen vllt. lieber nicht anzugreifen und lieber noch ein paar Units zu spielen. So enttappt der Gegner im Zug darauf mit offenen, ungenutzten Runen und man gewinnt Tempovorteil. Vor allem im Limited, wo die Decks oft auf Combats ausgelegt sind.
Game 3 spielte ich wieder gegen einen Franzosen, dieses Mal aber leider nur mit mediocre English-Skills. Das erste was er gemacht hat war, sein Handy rauszuholen, etwas einzutippen und mir hinzuhalten: „Yo you want to split?“. Tatsächlich ging es im Finale des Drafts um acht Tickets und ich habe gerne eingewilligt (+4 Tickets).
In den Spielen ging es dann also nur noch um die Ehre und ich habe ihn zwei Mal relativ deutlich verprügelt. Er erzählte mir noch, dass er Englisch für Riftbound lernt und schon viel gespielt hat, aber noch nie gedraftet, weshalb sein Deck ein ziemlicher Haufen war. Immerhin ein Haufen mit zwei Wins.
Turnier 5: Sealed Deck Challenge (Samstag)
Am Nachmittag stand noch eine Sealed-Deck Challenge an, wo ich einen Azir mit viel Equipment öffnete. Im Nachhinein muss ich sagen, dass Azir in Spiritforged Limited vielleicht sogar noch besser ist als Draven. Vor allem wenn man die richtigen Battlefields dazu hat. Battlefields sind in Limited wichtig, das war vor Ort noch nicht allen klar. Ich ging ohne große Probleme 3-0 (+6 Tickets) und meine Azir-Liebe war geboren (werde ich in Utrecht spielen).
Turnier 6: on-demand 8-player Standard (Samstag)
Am Abend spielte ich noch ein 8-player Standard Turnier, bei dem ich 1-2 mit meiner Hidden Aurora Liste ging. Game 3 war sehr knapp und habe ich am Ende nur verloren, weil mein Gegner genau die richtigen zwei Karten in der richtigen Reihenfolge zog, aber insgeheim war ich auch über den einen Win mit meinem Deck schon froh.
Damit war der Samstag auch schon wieder zu Ende. Filip konnte sich mit seinem Lucian mit 5-2 beim Super Standard ganze 24 Tickets sichern und wir konnten am Abend mit all unseren Tickets bereits die zweite Metal-Legende abholen: Lux.

Turnier 7: Team Sealed Trio (Sonntag)
Da es um viele Punkte ging, haben wir am Samstagabend noch ein Display von Filip geöffnet, um die Deck-Building-Phase zu üben. Ich habe mir einen geöffneten Azir gekrallt, weil ich damit schon mittags Erfahrung sammeln konnte und wir merkten recht schnell, dass man in Spiritforged zwei Equipment-Decks baut und ein drittes mit allen Spoilern die die Equipment-Decks nicht spielen. Mein Azir Deck sah erneut extrem gut aus, vor allem weil man beim Team-Trios auf dreimal so viele Equipments zurückgreifen kann und ich hoffte, dass wir beim Event am nächsten Tag auch einen Azir, oder zumindest Jax öffnen.
Am Sonntag ging es mit einer 50-minütigen Deckbauphase los und alles verlief nach Plan, wir hatten einen Azir für mich.

Logischerweise waren in 18 Boostern haufenweise Equipments und mein Deck sah am Ende so aus:

Gespielt wurden insgesamt 5 Runden, bei denen wir immer gemeinsam zu dritt an zwei großen Tischen saßen, Teamleader in der Mitte, BO1 und das, Team das zwei wins holt bekommt sechs Tickets. Filip spielte mal wieder einen Lucian mit viel Equipment und Pavel spielte ein Irelia-Deck, mit allem Good Stuff den wir abseits von Equipments hatten.
Der Plan ging auf. Mein Azir Deck hat so richtig rasiert, vor allem wenn ich mit Hall of Legends spielen durfte (1/3 Chance), womit ich nach einem conquer sogar einen zweiten Sandsoldaten machen darf. Hier exemplarisch der Board State am Ende von Runde 2:

Insgesamt bin ich 4-0 in das Turnier gestartet, habe dann aber leider Runde 5 gegen eine gute Spielerin aus Deutschland verloren, weil ich trotz 8 Equipments aus 25 Karten in Runde 1 und 2 keines hatte und zusätzlich noch in jedem Turn von ihrem Azir outplayed wurde. Aus irgendeinem Grund dachte ich, sie kann seine Ability nur in ihrem Turn nutzen, was mich einen wichtigen Combat und ohne Equipments dann auch das Spiel kostete..

Damit sind wir leider nur 3-2 gegangen, wir haben dann aber noch ein bisschen getradet und konnten uns, bevor es gegen ca. 16 Uhr zurück nach Deutschland ging noch unsere dritte Metal-Legend holen: Master Yi.
Insgesamt bin ich mit Event und eigener Performance vollends zufrieden. Riot macht auch bei Riftbound das, was sie am besten können: Bewährte Konzepte übernehmen und weiter verbessern. Das Event stand etablierten Magic-Events mit jahrzehntelanger Erfahrung in nichts nach und ich glaube ich hatte noch nie so viel Platz an den Tischen und so freundliche Judges wie in Lille. Mein Constructed Ergebnis war mit 3-6 zwar ausbaufähig, aber mein 12-2 im Limited hat geschmeckt. Mit Azir bin ich jetzt auch ready for Utrecht, Bericht folgt.
Hier noch ein paar weitere Bilder vom Event:








