Hier regiert das KIT
Der sechste Titel für KIT SC White?

20 days ago

Der Morgen des 03. Septembers ist regnerisch und kühl. Während die Meisten an diesem Samstag sich im Bett noch einmal umdrehen, beginnt der Tag für einige unserer Mitglieder bereits vor 7 Uhr morgens.

Aus unterschiedlichsten Teilen Karlsruhes versammeln sie sich in Trikot und mit reichlich guter Laune am Karlsruher Hauptbahnhof. Ihr Ziel: Das Uniliga-Finale von League of Legends in Köln.

Bremen gegen Karlsruhe – Die ewigen Rivalen

Nein, es ist sicher nicht das erste Finale gegen die Bremer Brüder. Bereits zum sechsten Mal stehen sie unserem Team KIT SC White im entscheidenden Spiel gegenüber. Die letzten fünf Begegnungen konnte sich unser Team eindeutig durchsetzen. Die Fans waren daher mehr als nur zuversichtlich. Bereits im Zug nach Köln wurden mögliche Taktiken (Mundo open) und Herausforderungen besprochen. Einig waren sich jedoch alle – an diesem Tag würde der KIT SC White den sechsten Stern nach Karlsruhe holen.

Vor Ort in der XPERION Arena bildete sich schon lange vor dem offiziellen Start des Finales ein Fanblock gegenüber unseres Teams, welcher von der KIT SC eSports Flagge unterstützt wurde.  Doch auch die Bremer Fans waren zuversichtlich und motiviert. Schnell begann ein Wettstreit unter den Fans, wer denn wohl am lautesten das jeweilige Team anfeuern konnte. So sorgten die Zuschauer*innen auf der Tribüne gemeinsam für ordentlich Stimmung.

Klar, jede*r wollte das eigene Team siegen sehen, doch eine Sache wollten sie alle – spannende Spiele und davon am besten gleich fünf.

Die KIT SC Fantruppe sorgte im XPERION für ordentlich Stimmung. Bild: Luna Zetsche

20 Minuten Baron – Der KIT-Moment

Das erste Spiel begann mit einem nur allzu vertrauten Jungle-Pick von Striker: Mundo. Allein der Pick dieses Champions sorgte unter der Menge für lautes Jubeln. Wer unser Team und vor allem Striker kennt, der weiß, was für einen unfassbaren Mundo er in der Vergangenheit schon ausgepackt hat. Auch Teammanagerin Claire aka. Celio war zuversichtlich. Selbstbewusst lief sie nach der Pick-und-Ban-Phase von der Bühne und zeigte dabei ihr Notizbuch, in welches ein großes "3:0" geschrieben war.

Trotz dieser scheinbaren Gewissheit erhielt Bremen den ersten Kill und damit das zusätzliche First-Blood-Gold. Doch auch dieser vermeintliche Rückschlag konnte die jubelnde Masse auf den Tribünen nicht verunsichern. Immerhin ist es allgemein bekannt, dass das KIT-Team nur auf einen KIT-Moment wartet. Ein kleiner Fehler von Bremen oder eine kleine Chance für Karlsruhe, mehr braucht es nicht, um ein Spiel komplett für sich zu entscheiden.

Dieser Moment kam – wie sollte es auch anders sein – in Minute 20. Ein frisch gespawnter Baron fiel dem Karlsruher Team zu Opfer. Von dem frühen Baron-Versuch überrascht, konnten die Bremer Brüder das KIT nicht mehr aufhalten. Zwar reichte der Baron-Buff zu diesem Zeitpunkt noch nicht, um das Spiel endgültig für sich zu entscheiden, er baute jedoch eine gute Grundlage auf, mit der gearbeitet werden konnte.

Nicht einmal 15 Minuten später dann der entscheidende Teamfight und der erste Sieg für unser Team. Sollte Celio mit ihrer Prognose recht behalten?

Ein zerbrochener Pokal und zerbrochene Träume?

Von dem ersten starken Game und der Gewissheit aus der Vergangenheit ermutigt, stand für viele der Sieger des Finales bereits jetzt fest. Nach der Pause versammelten sich alle Fans wieder auf der Tribüne und warteten gespannt darauf, was denn nun der nächste KIT-Moment werden würde.

Der Pokal konnte das Finale leider nicht mehr erleben. Bild: Luna Zetsche

Nach knapp 30 Minuten dann der Dämpfer – mit einer sehr starken Leistung schaffte es Bremen, den Sieg im zweiten Spiel an sich zu reißen. Sollte der zu Beginn des Finales zerbrochene Pokal ein schlechtes Omen gewesen sein?

Trotz der Niederlage wurde das Team beim Verlassen der Bühne ordentlich angefeuert. Noch war der Traum vom sechsten Titel Sieg in greifbarer Nähe.

Dann Spiel 3. Ein noch größeres Chaos als das Spiel zuvor. Bremen gewinnt und es steht 1:2. In den Bremer Rängen erhebt sich langsam die Gewissheit: Dieses Jahr könnte der Bann endlich gebrochen werden.

Trotz – oder gerade durch die große Spannung – blieb die Stimmung vor Ort phänomenal. Nur noch ein einziger Sieg, und Bremen würde vom ewigen Zweiten zum Hochschulmeister aufsteigen.

Doch wir wären nicht der KIT SC eSports, wenn wir uns von einer so brenzligen Situation beeinflussen lassen würden. Das nächste Spiel konnten wir wieder für uns entscheiden. Damit stand es 2:2.

Hier. Regiert. Das K.I.T.

Die letzte Runde übertraf alle vorherigen Runden an Spannung. Nicht nur war sie das entscheidende Spiel – sie war so ausgeglichen wie keines der vorangegangenen. Dennoch zeigte sich immer wieder, dass Karlsruhe ein kleines bisschen im Vorteil sein könnte.

Die Fights waren ein kleines bisschen cleaner.

Das Meta-Game ein kleines bisschen besser geplant.

So holte KIT SC White sich in Minute 12 den zweiten Drake, nachdem das Team vorher mit 5:2 Kills zurücklag, und konnte sich über einen parallelen Push auf der Toplane einen leichten Vorteil erspielen. Doch auch das bedeutete noch lange keinen sicheren Sieg.

Minute 17 dann der Fight. Zuerst sah es so aus, als könnte Bremen die Überhand gewinnen. Ohne größere Probleme schalteten sie unseren Support aus und machten sich auf den Weg zum Drachen. Auch Striker konnte sie nicht aufhalten. Sie gewannen die Oberhand über das gesamte Team.

Wirklich über das gesamte Team?

Nein, denn ausgerechnet DieVolksbanane, einer unserer beiden Ehren-Substitutes stürzte sich mit Ornn todesmutig in den Kampf und besiegte dabei einen Bremer nach dem anderen. Als KIT SC White kurze Zeit später auch noch den Fight am Baron für sich entschied, konnte sie nichts und niemand mehr aufhalten. Sie gewannen das 5. Game und holten so den Pokal wieder nach Hause.

Damit sind wir zum sechsten Mal Sieger der Uniliga in League of Legends. Die Fans auf den Tribünen gaben nochmal alles und etablierten auch gleich einen neuen Schlachtruf: „Hier. Regiert. Das. K.I.T.“

Ende gut – alles gut

Nach dem Finale ging es für unsere kleine KIT-Fangruppe relativ zügig wieder zurück nach Hause. Doch vorher war noch Zeit für ein obligatorisches Gruppenbild mit Flagge vor dem Kölner Dom.

Ein obligatorisches Dom-Foto ist in Köln auch für uns Pflicht. Bild: Luna Zetsche

Es war für alle ein spannendes und vor allem spaßiges Event. Die Stimmung vor Ort war atemberaubend, nicht zuletzt dank der wunderbaren Organisation der Uniliga. Wir bedanken uns bei allen, die dabei waren und dieses Event ermöglicht haben!

Danke an die Fans, danke an unser Team und die Bremer Brüder und danke an die ganze Organisation der Uniliga und der XPERION Arena.

Wir freuen uns auf nächstes Mal!